In wenigen Tagen werden wir einmal mehr an die Wahlurnen gerufen. Es sind Landtagswahlen in Hessen. Wer dann den Wahlzettel aufmerksam studiert, wird eine Überraschung erleben: Neben den üblichen Parteien sind dort diesmal auch die FREIEN WÄHLER zu finden.
Schon vor rund 50 Jahren kandidierten Frauen und Männer für freie und unabhängige Wählergruppen. Sie nahmen damit das selbstverständliche Recht wahr, sich als Bürger, frei von parteilichen Interessen, an der Selbstverwaltung ihrer Ge-meinde, der Stadt oder ihres Kreises zu beteiligen. Parteiunabhängige Bürger verfolgen damit am konsequentesten das durch die Reformen des Freiherrn von Stein begründete Recht der kommunalen Selbstverwaltung. Ein Recht, das inzwischen sowohl in der hessischen Verfassung als auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert und gesichert ist.
Der Verband der Freien Wähler Hessen wurde am 19. Februar 1956 gegründet. Erster Vorsitzender war damals Dr. Gustav Schwarz aus Friedberg (Wetterau). Unser heutiger Landesvorsitzender ist der Rechtsanwalt Thomas Braun aus Bad Soden. Die FREIEN WÄHLER sind mit 14,6% Wähleranteil seit der Kommunalwahl 2006 drittstärkste Kraft auf Gemeindeebene in Hessen. Dies gilt jedoch nur für die Gemeinden, in denen die Freien Wähler antraten. Landesweit erhielten sie 5,2%.
In den Anfangsjahren waren Wählergruppen in Hessen wesentlich stärker in den Kommunalparlamenten vertreten als heute. 1952 waren sie mit beachtlichen 35,8% stärkste Kraft vor SPD (31,6%) und CDU (18,9%). Weil die Parteien mehr und mehr Bürger an sich binden konnten, sank der Anteil der Freien Wähler bis 1968 auf nur noch 24,2%. Bei der Kommunalreform wurden viele kleine Gemeinden aufgelöst. Da-durch verloren die Freien Wähler viele lokal bekannte Persönlichkeiten, was zu einem weiteren Einbruch an Stimmen führte. Zwischen 1977 und 1985 gaben nur noch durchschnittlich 7,2 bis 7,6% der Wahlberechtigten ihre Stimme den Freien Wählern. Das Blatt wendete sich erst mit den Kommunalwahlen 1989. Mit 9,2% konnte erst ein leichter und 1993 mit 14,1% ein spürbarer Zuwachs erreicht werden, der 2006 mit 14,6% weiter ausgebaut wurde.
Am 4. November 2006 haben die Freien Wähler in Hessen entschieden, im Januar 2008 an der Wahl zum Hessischen Landtag teilzunehmen. Damit wollen sie sich auch auf Landesebene für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger Hessens einsetzen. Seit Bestehen der freien und un-abhänigigen Wählergemeinschaften haben sie die Kommunalpolitik in Gemeinden, Städten und Kreisen verantwortlich geprägt. Sie sind aus den Kommunalparlamenten nicht mehr wegzudenken. Diesen Status gilt es zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger zu erhalten.
Im Mittelpunkt des politischen Wirkens der Freien Wähler stehen Ziele, die für das Umfeld der Bürgerinnen und Bürger vor Ort von Bedeutung sind. Dabei steht eine ideologiefreie und sachkundige Politik im Vordergrund. Kindergärten, Straßen, Sport, Kultur und Vereine gehören dabei ebenso zu den Themenbereichen wie Einkaufen, Verkehrsanbindungen, Gewerbeentwicklung sowie Natur und Umwelt.
Der Grundsatz einer sparsamen und verantwortungsvollen Haushaltsführung ist dabei die oberste Maxime. Durchdachte und weitsichtige finanzpolitische Entscheidungen müssen dabei ebenso selbstverständlich sein, wie Transparenz in der Politik. Die Freien Wähler wollen gleichzeitig eine stärkere und aktive Beteiligung der Bürger an allen Entscheidungsprozessen herbeiführen.
Somit gibt es viele gute Gründe, warum die Freien Wähler, als Alternative zu den Parteien, bei der Landtagswahl antreten. Die vielleicht wichtigsten sind: Es soll wieder mehr von den Steuern dort ankommen, wo sie erwirtschaftet werden. Die kommunalpolitischen Gestaltungsspielräume in Städten, Gemeinden und Kreisen sind stetig kleiner geworden. Bund und Länder verlagern immer mehr Aufgaben auf die Kommunen, ohne deren finanzielle Ausstattung zu verbessern oder sie für den Mehraufwand finanziell zu entschädigen. Die Verantwortlichen vor Ort kennen ihr Umfeld am besten und wissen daher am ehesten, wo öffentliche Gelder wirksam und zum Nutzen der Allgemeinheit eingesetzt werden können. Das Gemeinwesen darf nicht zur Beute eigennütziger Politiker und Lobbyisten werden. Machterhalt und die Herrschaft über möglichst viele Planstellen und öffentliche Gelder dürfen nicht länger primäres politisches Ziel sein. Die Wahlleitlinien der Freien Wähler sprechen dabei eine ganz deutliche Sprache:
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Laura Macho Platz 2 der Landesliste, Direktkandidatin im WK 25 (Wetterau) Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, am 27. Januar 2008 sind die Wählerinnen und Wähler in Hessen aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Diesmal steht eine echte Alternative zur Wahl: die FREIEN WÄHLER. Erstmals seit 1978 treten die FREIEN WÄHLER wieder zur Landtagswahl in Hessen an. Die FREIEN WÄHLER haben 139 Kandidaten auf der Landesliste aufgestellt und bieten den Menschen in Hessen eine echte Alternative zu den Parteien. Sie entscheiden ob Koch`s CDU Hessen weiter ins bildungspolitische Abseits führt, oder ob ein Linkskartell aus PDS, SPD und Grünen Hessen zukünftig regiert. Geben Sie deshalb am 27. Januar Ihre Stimme den FREIEN WÄHLERN. Sie entscheiden sich damit für ein starkes und unabhängiges Hessen. Herzlichst Ihre Laura Macho
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