Was ist los in Korbach und bei den Freien Wählern?
Ein Verbund mit Zukunft: Service Verbund Eisenberg
Im Bewusstsein, dass man sich den Herausforderungen der Zukunft, insbesondere hinsichtlich der demografischen Entwicklung und der angespannten Finanzsituation, gemeinsam besser stellen kann, wurde zur Erarbeitung von Lösungsstrategien und der Vorbereitung weiterer institutionalisierter Abläufe der Kommunale Service Verbund Eisenberg gegründet.
Im Mittelpunkt des Kommunalen Service Verbundes Eisenberg steht der Bürger, der stets Anspruch auf eine optimale Versorgung in allen Lebensbereichen hat. Vorrangige Ziele der Arbeitsgemeinschaft sind die Mehrung des öffentlichen Wohls in den Gemeinden und Städten und die Schaffung eines familienfreundlichen Umfeldes mit einer wirtschaftlichen Stärkung der Region im Zentrum des Landkreises Waldeck- Frankenberg sowie des angrenzenden westfälischen Raumes. Im Fokus der Zusammenarbeit stehen aber auch eine optimierte Servicequalität mit noch höherer Kundenorientierung und eine Förderung der Entwicklung der Kommunen.
Die Aufgaben des kommunalen Service Verbundes erstrecken sich insbesondere auf den Ausbau interkommunaler und privater Kooperation, die Bindung der Bevölkerung an den Raum, die Erhaltung und Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze, die Verbesserung der Familienfreundlichkeit, den Ausbau und die Stärkung der Bereiche Wirtschaft und Tourismus, die gemeinsame Regionalförderung mit den zur Verfügung stehenden Finanzhilfen und die Stärkung des „Wir-Gefühls„ in der gesamten Region.Gebildet wird der kommunale Service Verbund Eisenberg durch die Gemeinden Diemelsee, Vöhl und Willingen sowie durch die Städte Korbach, Lichtenfels, Medebach und Waldeck.
In Korbach geht‘s rund: Sechs weitere Kreisverkehre in Planung
Ein geringeres Unfallrisiko, besserer Verkehrsfluss und eine kostengünstigere Unterhaltung als bei Ampeln, das sind die Vorteile von Kreisverkehren. Vier Kreisel und eine abknickende Vorfahrtstraße sollen künftig in der Innenstadt dafür sorgen, dass die Autofahrer schneller zu Parkplätzen und Einkaufszielen gelangen. Außerdem verheißt die als ein Innenstadtring geplante Route eine Entlastung der Nebenstrecken. Zwei weitere Kreisverkehre entstehen darüber hinaus an den Kreuzungen Südring / Franken-berger Straße und Südring / Wildunger Landstraße. Ein genauen Zeitplan für die Realisierung sämtlicher Kreisel steht noch aus, da noch nicht feststeht, wann Kreis und Land die erforderlichen Mittel bereitstellen werden. Im städtischen Haushalt sind die Kosten für die Baumaßnahmen bereits für die Jahre 2008 bis 2011 eingeplant.
Als Erstes soll der Kreisverkehr an der Arolser Landstraße / Hauptbahnhof in Angriff genommen werden. Dort läuft zur Zeit schon die Kanalerneuerung. Gewährt das Land rechtzeitig die Zuschüsse, kann mit dem Bau noch in diesem Jahr begonnen werden.
Der Kreisel ist Teil des Innenstadtring-Konzepts, zu dem außerdem Rondells an den Kreuzungen Briloner Landstraße / Nordwall / Flechtdorfer Straße, Briloner Landstraße / Skagerrakstraße / Louis - Peter -Straße und Ermighäuser Weg / Flechtdorfer Straße / Güterbahnhof gehören.
Dorferneuerung in den „Ense-Dörfer“ und in Rhena
Die Dorferneuerung der Ense Dörfer neigt sich nach sieben Jahren dem Ende entgegen. In Rhena geht es jetzt erst richtig los. Nachdem im vergangenen Jahr die Vorklärungsphase lief, geht es an die Umsetzung der einzelnen Projekte. Das integrierte Handlungskonzept wurde am 14.12. 2007 bis auf eine Ausnahme (Tretbecken) vollständig von der Helaba (Landes Bank Hessen-Thüringen) genehmigt. Das Investitionsvolumen beträgt rund 750.000 Euro. Noch steht aber nicht fest, mit wie viel Zuschuss zu rechnen ist.
In den Ense Dörfern wurden ca. 69 private Projekte, von denen sechs noch nicht bewilligt, aber bereits kostenmässig hinzugerechnet sind, mit einem Investitionsvolumen von rund 2,03 Mio. Euro und einem Zuschussanteil von rund 487.000 Euro gefördert. Die Beratung ist am 30. September 2007 ausgelaufen. Zur Abwicklung der Maßnahmen haben die Bauherren nun noch bis Oktober 2010 Zeit. Neue Anträge können nicht mehr gestellt werden.
Bei den kommunalen Maßnahmen wurden und werden ca. 28 Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 900.000 Euro und einem Zuschussanteil von rund 580.000 Euro gefördert. Der Gesamtinvestitionsrahmen von 908.902 Euro wurde damit erreicht. Einige Maßnahmen wurden ohne Beteiligung der Dorferneuerung durchgeführt.
Dorferneuerungsmittel um fast ein Drittel abgesenkt
Die absoluten Fördermittel des Landes Hessen für die Dorferneuerung stagnieren bei rund 28 Millionen Euro pro Jahr. Die hessische CDU-Landesregierung bestätigte, den Fördersatz für kommunale Einzelprojekte im Rahmen der Dorferneuerung von bisher 65% auf nunmehr 50% abzusenken. Staatssekretär Seif argumentiert, dass durch die Absenkung der einzelnen Zu-schüsse künftig mehr Gemeinden von den Mitteln für die Dorferneuerung profitieren würden.
„Das ist allerdings zu kurz gedacht„, erklärte Heinz Graf, Ortsteilbeauftragter der Stadt Korbach. „Damit wird die Landesregierung die ohnehin bestehenden Entwicklungsunterschiede im ländlichen Raum weiter verschärfen. Die neue Verteilungspolitik der CDU-Landesregierung ist kontraproduktiv und geradezu schädlich. Letztendlich macht eine Senkung der Zuschüsse von jeweils 65% auf 50% den Einstieg in das Dorferneuerungsprogramm nur viel schwieriger. Bisher mussten die Kommunen lediglich 35 Prozent der Kosten einer Dorferneuerung selbst schultern. Zukünftig wird es die Hälf-te sein. Tatsache ist, dass es nicht wenige Kommunen in Hessen gibt, deren geringe Finanzkraft die Teilnahme am Dorferneuerungsprogramm nur schwer möglich macht. Wenn die Zuschüsse um fast ein Drittel abgesenkt werden, bedeutet das aus Sicht der Kommunen eine Steigerung ihres Eigenanteils um fast 50 Prozent.„
Weidemann GmbH: Produktionsbeginn am neuen Standort in Korbach
Die Weidemann GmbH, eine Tochter der Wacker Construction Equipment AG, hat inzwischen den ersten Radlader, der im neuen Fertigungswerk in Korbach hergestellt wurde, an die Stadt Korbach übergeben. Der Produktionsprozess ist nach dem Umzug von Flechtdorf nach Korbach gut angelaufen. Die Kapazität soll durch den Neubau in zwei bis drei Jahren von 3.000 auf etwa 6.000 Radlader pro Jahr gesteigert werden. Produziert werden in Korbach nicht nur die roten Weidemann-Radlader für die Landwirtschaft, sondern auch die gelben Wacker-Radlader für die Bauwirtschaft.
Durch den vertraglich fixierten Zu-sammenschluss zwischen der Muttergesellschaft Wacker Construction Equipment AG und der Neuson Kramer Baumaschinen AG entsteht erstmals ein weltweiter Anbieter von Baugeräten („Light Equipment„) und Kompaktbaumaschinen („Compact Equipment„) - mit weltweit über 30 Tochtergesellschaften an über 160 Standorten und einem beispiellosen Produktangebot. Alle Produkte des neuen Unternehmens werden bald den Markennamen Wacker Neuson tragen. Ausnahmen bilden die Produkte der Marke Kramer-Allrad und der Marke Weidemann, die für die Landwirtschaft als eigenständige Marken erhalten bleiben und weiter ausgebaut werden sollen.
Durch einen weiteren Ausbau des Produkt- und Dienstleistungsangebots sowie einem starken regionalen Wachstum will der börsennotierte Konzern bereits 2008 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erwirtschaften und es wird langfristig ein weiteres Umsatz- und Ertragswachstum angestrebt. In Korbach sind damit rund 160 sichere Arbeitsplätze entstanden.
Die Nutzfläche beläuft sich auf 17.000m2 und die Grundstücksfläche auf 50.000m2. Die Stadt hat dem Unternehmen eine Option zur Erweiterung um 35.000m2 eingeräumt.