Stadtentwicklung:
Auf hohem Niveau
Die alte Hansestadt Korbach hat durch aktive Stadtentwicklung seit den 70er Jahren einen immensen Aufschwung erfahren. In den 90er Jahren konnte jedoch - gegen diesen positiven Trend - eine Verringerung der Kaufkraftbindung beobachtet werden. Dieser Trend ist, wie die letzte Erhebung zeigte, wieder umgekehrt worden. Dieser Vorsprung vor anderen Gemeinden darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, sondern muß stetig ausgebaut werden. Die FW Korbach hat sich daher für eine Stärkung der Korbacher Innenstadt ausgesprochen. Hierzu zählen auch die Änderung der Stellplatzsatzung und die Einführung der Brötchentaste.
Zentrenunschädlicher Einzelhandel auf der grünen Wiese: Ja. Zentrenschädliche Entwicklungen: Nein. So lautete die Devise in den letzten Jahren, die mit zu einer Stärkung der Korbacher Innenstadt beigetragen hat. Dabei ging es auch um die mögliche Errichtung eines großen Baumarktes auf der grünen Wiese mit erheblicher nachteiliger Auswirkung auf die Innenstadt. Aufgrund der mahnenden und kritischen Worte der Freien Wähler wurde hierfür kein Baurecht geschaffen. Eine nachträglich in Auftrag gegebene Studie zur zukünftigen Entwicklung Korbachs bestätigte die Haltung der FW Korbach.
Statt dessen wird nun ein SB-Warenhaus in der Innenstadt Anfang 2006 eröffnet. Für die Freien Wähler ist es unstrittig, daß sich Korbach weiter entwickelt und neuen Aufgaben stellen muß. Der FW Korbach fehlte es jedoch an der notwendigen Beteiligung der Korbacher Bürgerinnen und Bürger bei der Entscheidungsfindung. Reichen Bürgerversammlungen zum Einzelhandelsgutachten und zum Verkehrsgutachten aus? Nein! Die FW Korbach fordert eine weitergehende Bürgerbeteiligung, auch im Hinblick auf städtebaulichen Aspekte. Unsere Telefonumfrage belegt, daß es in der Vergangenheit erhebliche Defizite in punkto Bürgerbeteiligung gegeben hat.
Wir wollen unsere Stadt mit Augenmaß und mit Unterstützung zumindest der meisten Korbacherinnen und Korbacher entwickeln.
Die Stadtentwicklung Korbach ist untrennbar mit der Verkehrsstruktur in unserer Region verknüpft. Bei den Schienenverbindungen innerhalb der Region und nach Kassel muß zukünftig verstärkt darauf geachtet werden, daß die Kosten für den Unterhalt und Betrieb des Netzes nicht einseitig den Kommunen bzw. dem Kreis aufgebürdet werden. Grundsätzlich ist ein weiterer Ausbau wünschenswert, wenn es durch attraktive Angebote und günstige Preise gelingt, verstärkt Güter und Personen mit der Bahn zu befördern.
Die verbesserte Anbindung an den Straßenverkehr muß - zum gegenwärtigen Zeitpunkt - gegenüber der Bahn Priorität haben. Hier ist auf die lange durch die Regierung in Wiesbaden verhinderte Ortsumgehung Dorfitter hinzuweisen.
Stadtentwicklung läßt sich nur durchführen, wenn Bauwilligen interessante, attraktive und preisgünstige Bauflächen angeboten werden können. In Korbach ist das - wenngleich die Nachfrage gelegentlich das Angebot überstieg - zumindest in den allermeisten Fällen gelungen. Die Freie Wählergemeinschaft wird sich daher auch in den nächsten fünf Jahren für die Fortsetzung der bewährten Korbacher Bodenvorratspolitik einsetzen und die Ausweisung von neuen Baugebieten - auch in den Ortsteilen - forcieren. In Korbach muß das Neubaugebiet „ Dortmunder Strasse „ im Jahre 2006 angegangen werden. In 13 Ortsteilen ist es gelungen erschlossene Bauplätze anzubieten.
Stadtentwicklung heißt auch, für eine Attraktivierung der Altstadt zu sorgen. So läßt sich beispielsweise durch die am Museum endende Goldspur die Altstadt aufwerten. Gleichzeitig wird der Bereich rund um den alten Marktplatz gestärkt. Eine Belebung erwarten wir auch von den neuen Wohnmobil - Stellplätzen im Bereich der alten Feuerwehr. Nach Restaurierung des Südportals und des Glockenturms des Kilians ist an eine Weiterentwicklung in diesem Bereich zu denken. Ein attraktiver Kirchplatz, Verlagerung des Wochenmarktes auf den alten Marktplatz, kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen im Herzen der Altstadt sind für die FW Korbach Zukunftsvisionen.
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Die Unabhängigen mit dem Bürgerblick |
